InE, 2017

 

Im Laufe und im Rhythmus des Jahres 2017 entstand eine Reihe von Arbeiten – textile Objekte, Installationen wie auch Fotografien.

 

Sie geben, in loser Folge, Geschichten, Beziehungen und Begegnungen verschiedener Frauengestalten aus drei Jahrhunderten wieder, deren Gemeinsamkeit ihr Bezug zu E ist. Figuren des 19. treffen auf solche des 21. Jahrhunderts. Vergangenheit und Gegenwart verweben und verknüpfen sich.

 

Wichtiger Protagonist im Zentrum dieses Geflechts: Der Baum auf der Wiese hinter dem Haus. Er ist Treffpunkt aller Figuren und verkörpert sowohl deren Gesprächspartner wie auch das stumme Gegenüber. Er vermittelt in diesem Geschehen.

 

Im Januar beginnt der Zyklus im Schnee, wächst und entwickelt sich über die Frühjahrs- und Sommermonate, um am 1. November 2017 einen Tag und eine Nacht lang aufzuleuchten und kurz darauf, unvorhergesehen, in Flammen aufzugehen und ein abruptes, aber letzlich richtiges Ende zu finden.

 

Ich war Auslöserin dieser Ereignisse, habe aber letztlich nicht mehr getan, als den Geschichten zu folgen – wohin sie mich auch führten – und die Bilder zu finden.

 

Weder die Objekte noch die Installationen tragen Titel. Ich verstehe sie nicht als einzelne Werke, sie bilden vielmehr eine Einheit. Nur in ihrer Gesamtheit sind die verschiedenen Erzählstränge zu verstehen. Die Fotografien, die den Prozess begleiten und dokumentieren, prägten ihn auch und leiteten jeweils den nächsten Schritt ein - sie waren mein Gesprächspartner. Nur vom Brand der Objekte existieren keine Fotografien, da dies ohne mein Zutun und in meiner Abwesenheit geschah.

 

 

in Arbeit Juli 2015 bis November 2019

© Agatha Angela von Däniken, 2018